T ERLEBEN, WAS VERBINDET.
Die Cloud: Nur ein Modebegriff?
26.01.2018

Die Cloud:
Modebegriff oder
revolutionäre
Erfindung?

Es ist nur verständlich, wenn Sie bei den Wörtern „Cloud“ oder „Digitalisierung“ nicht mehr wirklich hinhören mögen. Überstrapaziert, nicht greifbar und allzu oft einfach nur als „Buzzwords“ für irgendwie modern und fortschrittlich verwendet. Zwar haben die meisten grundsätzlich verstanden (wir haben es auch schon mal erklärt), was es mit der Cloud auf sich hat und schauen dabei nicht mehr gen Himmel, aber oft wird noch verkannt, wie fundamental diese Technologie ist. Sie hat den Zugang zur digitalen Vernetzung für die breite Masse ermöglicht und ist für Unternehmen und Privatnutzer nicht mehr wegzudenken.

Der Kerngedanke
ist das Teilen von
Ressourcen – eine
zivilisatorische
Leistung des
Menschen.

Wie alles begann und das Prinzip des Teilens

Zur Erklärung sollten wir einen Schritt zurückgehen und das grundsätzliche Prinzip der Cloud verstehen: Der Kerngedanke ist das Teilen von Ressourcen und das ist nicht weniger als eine zivilisatorische Leistung des Menschen. Wir wenden das Prinzip in vielen Bereichen an. Der internationale Handel von Waren erlaubt uns eine sinnvolle Aufgabenteilung, damit nicht jedes Land alle Waren erzeugen muss, sondern Norwegen seine Mandarinen einfach aus Spanien importieren kann. Wir teilen eine gemeinsame Infrastruktur in Form von Straßen, Brücken und Gleisen. Und können Sie sich vorstellen, wie aufwändig es wäre, wenn Sie selbst für Ihre Stromgewinnung verantwortlich wären? Das könnte durchaus schwierig werden und genau deswegen ist das Prinzip der Cloud in unserem digitalen Zeitalter so wichtig.

Springen wir zurück in die Zeit der 50er Jahre: John F. Kennedy war noch ein relativ unbekannter US-Senator und Computer waren raumfüllende Monster, die Starkstromleitungen und enorme Kühlsysteme benötigten. Rechenzeit kostete Millionen von Dollar und war somit für die allermeisten Menschen unerreichbar. Das brachte den US-Wissenschaftler John McCarthy auf eine Idee, die man als Ursprung des Cloud Computings bezeichnen kann. McCarthy wollte Rechenzeit teilbar und zugänglich für alle machen, die sich selbst keinen Computer anschaffen konnten. Dafür entwickelte er Terminals mit denen mehrere Nutzer gleichzeitig auf den eigentlichen Computer zugreifen konnten. Sie teilten sich die vorhandene Prozessorleistung, hatten ansonsten aber das Gefühl, einen Computer für sich alleine benutzen zu können.

Durchbruch der Cloud

Unser Bedarf an
schnellem
Austausch von
großen
Datenmengen ist
enorm gewachsen.

Erst mit dem Internet hatte die Cloud ihren Durchbruch

Die Idee war vergleichbar mit dem heutigen Konzept des Car Sharings: Wieso muss jeder ein eigenes Auto haben, das nur von einem einzigen Besitzer benutzt wird und die meiste Zeit auf dem Parkplatz steht? Wenn wir Autos flexibel teilen, können wir sie effektiver auslasten und auch Menschen ein Auto ermöglichen, die sich kein eigenes leisten möchten oder können. Ähnlich funktioniert das Prinzip Cloud. Unternehmen und Privatpersonen können auf Rechenzeit zugreifen, ganz ohne eigene Hardware oder aufwändige Pflege von Server-Software. Und zu einem erschwinglichen Preis, von dem McCarthy vor 60 Jahren nur träumen konnte!

Einige Leser werden sich jetzt wahrscheinlich fragen: Aber aktuelle Computer sind doch keine Kisten in der Größe eines PKWs mehr und auch für die meisten Menschen erschwinglich? Korrekt, die Verbreitung von erschwinglichen Personal Computers sorgte auch für einen Dämpfer des Cloud-Ansatzes in den 80er-Jahren. Plötzlich musste man sich keinen Computer mehr teilen und war sein eigener Herr über die Rechenleistung. Es sollte dauern bis das Internet und vor allem Smartphones populär wurden und die Cloud ein Revival erlebte. Dabei ist zu beachten: Das Internet an sich muss nicht unbedingt auf dem Prinzip der Cloud beruhen, vielmehr ist es ursprünglich eine Vernetzung von Computern, damit diese sich gegenseitig Daten senden können. Sie teilen dabei aber nicht zwingend auch Ressourcen oder betreiben eine intelligente Arbeitsteilung. Wobei die Cloud ohne das Internet kaum über McCarthys Terminals, die im selben Raum wie der Hauptrechner stehen mussten, hinausgekommen wäre.

Das Internet ist also nicht mit der Cloud gleichzusetzen. Aber es hat den Bedarf an ebendieser explodieren lassen. Unser Bedarf an schnellem Austausch von großen Datenmengen ist enorm gewachsen und ein Großteil unserer Kommunikation und der Wirtschaftsleistung sind abhängig vom Internet. Drei Milliarden Menschen nutzen das Netz, hätte jeder davon seinen eigenen kleinen Server, mit dem er seine Fotos teilt, einen Blog betreibt oder Emails empfängt, wäre es ein unsicherer Flickenteppich.

Komfort, Sicherheit und Mobilität

Dank der Cloud: Komfort, Sicherheit und Mobilität

Jeder kann heutzutage einen Cloud-Speicher wie die MagentaCLOUD benutzen, ganz ohne technisches Wissen. Er muss keine Software auf dem Server updaten, braucht keinen physischen Ort für die Hardware und die regelmäßige Datensicherung wird ihm ebenfalls abgenommen. Und auch für die Cloud-Anbieter wird der Aufwand machbar, da sich viele Nutzer die Infrastruktur teilen können und das ganze System für tausende Nutzer skalierbar wird. Hier hilft zum Verständnis wieder ein Blick auf das Car Sharing. Auch hier muss der Nutzer sich nicht um Inspektionen, Versicherung, Reparaturen, Winterreifen, An- und Verkauf kümmern. Und der Anbieter auf der anderen Seite, kann die Auslastung seiner Autos zielgenau steuern.

Wenn unerfahrene Nutzer weniger Verantwortung tragen müssen, bedeutet das vor allem auch mehr Sicherheit. Wir können – bei seriösen Anbietern wie der Telekom – darauf vertrauen, dass unsere Fotos, Dokumente oder E-Mails, sicher in Rechenzentren gelagert werden und wir keinen Server mit Starkstromleitung und Feuerlöscher im Keller stehen haben müssen. Übrigens: die MagentaCLOUD wird ausschließlich auf deutschen Serverstandorten gehostet, denn das deutsche Datenschutzgesetz gilt als eines der striktesten weltweit. So können Sie immer selbst darüber entscheiden, was mit Ihren Daten geschieht.

Bleibt noch ein letzter Treiber der Cloud: die gestiegene Mobilität. Unsere kleinen Hosentaschenbegleiter sind zwar mittlerweile leistungsstarke Computer, aber die Anforderungen sind genauso gestiegen. Wir nutzen mehrere Geräte wie Laptop, Smartphone und Tablet parallel und möchten unsere Daten immer synchron auf jedem Gerät wiederfinden. Und wenn früher ein Fotoalbum vielleicht 40 oder 50 Fotos beinhaltete, haben wir heute Datenbanken mit tausenden Fotos, die jederzeit zur Verfügung stehen sollten. Da kommt die Cloud ins Spiel, die nicht nur unsere Daten von einer zentralen Stelle verwaltet und abrufbar macht, sondern auch enorme Speichermengen schlucken kann. Bei der MagentaCLOUD können Sie bis zu 300 000 Fotos abspeichern und jedes Einzelne in Sekundenschnelle abrufen. Die automatische Backup-Funktion legt zudem stets eine Sicherungskopie an. Wer also unverzichtbare Dateien in der Cloud sichert, kann beruhigt sein, denn falls das Smartphone gestohlen wird oder man aus Versehen etwas löscht, lassen sich die Daten unkompliziert und schnell wiederherstellen.

Zusammengefasst: Es ist auf geniale Erfinder wie McCarthy zurückzuführen, dass heute jeder ein bisschen Rechenpower mit nur wenigen Klicks erwerben kann. Unser Alltag ist damit nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer geworden. Die Cloud ist damit wahrlich eine elementare Erfindung und keine Modeerscheinung.